
(fries.: Aalkersem) Die 907 Hektar große Inselgemeinde mit ihren 410 Einwohnern
(2008) liegt im Amt Föhr-Amrum
etwa vier Kilometer nordwestlich der Hafenstadt Wyk.
Sie wurde 1438 erstmals urkundlich erwähnt, ihr Name bedeutet "Heim oder Siedlung des
Alker". Siedlungsreste, Urnenfriedhöfe und Einzelfunde beweisen, dass die
Alkersumer Geest bereits zur Eisenzeit besiedelt war. Zwei nicht näher datierte Warften liegen
in der nahen Marsch, die heute noch von neun landwirtschaftlichen Betrieben bewirtschaftet
wird. Am Ortsrand haben sich einige Gewerbebetriebe niedergelassen, Schule und Kaufmann
fehlen. Alkersum war die erste Föhrer Gemeinde, die sich Anfang der 1990er Jahre an einem
Dorferneuerungsprogramm beteiligte. Die alten Fassaden der utlandfriesischen Häuser
wurden stilgerecht renoviert, Reetdächer neu eingedeckt und über 200 Bäume gepflanzt. Die
Ausweisung von Neubaugebieten seit 1970 hatte zur Folge, dass sich viele junge
Familien ansiedelten. Ungefähr zehn Prozent der Einwohner sind heute im schulpflichtigen
Alter. Alkersum ist das Föhrer Pferdedorf, in mehreren Reiterhöfen stehen insgesamt rund
200 Pferde. 50 000 Übernachtungen werden pro Jahr gezählt, Ferienwohnungen und "Urlaub
auf dem Bauernhof" eingerechnet. In Alkersum befindet sich auch die von Frederik Paulsen
gegründete Ferring-Stiftung, eine Einrichtung nicht nur zur Förderung der friesischen
Sprache und Kultur auf den Inseln Föhr und Amrum.
Im August 2009 wurde das Museum Kunst der Westküste eröffnet. Es zeigt Kunstwerke zu den Themen Meer und Küste des Nordseeraums.
Schleswig-Holstein Topographie, HN 20.1.2001.
Friesische Straßennamen in Alkersum und ihre Bedeutung:
Prästers Stich: "Pastors Weg"; prääster = Pastor; stich = Weg, Steig.
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