
(fries.: Oowentoft, dän.-mundartlich: Awntåwt) Die Gemeinde im Amt
Südtondern liegt am nördlichen Rand des Gotteskooges unmittelbar an der deutsch-
dänischen Staatsgrenze. Sie umfasst zusammen mit den Ortsteilen Gotteskoog und
Rosenkranz eine Gesamtfläche von 1 447 Hektar. 2008 wurden 459 Einwohner gezählt.
Aghentofft, die "Siedlung des Aghni"
wurde 1462 erstmals urkundlich erwähnt. Südlich
der Ortschaft befand sich in einer Senke der Aventofter See. Er gehörte zu dem Feuchtgebiet
Gotteskoog und wurde in den 1950er Jahren zusammen mit diesem trockengelegt. Hier fand
man Siedlungsstellen jungsteinzeitlicher Bauern. Aus dem frühen 13. Jahrhundert stammt
die einschiffige Backsteinkirche, deren Chor 1767 abgerissen und zum Rechtecksaal erweitert
wurde. Der neuromanische Westturm entstand erst 1911. Aus dem 12./13. Jahrhundert ist eine
Granittaufe erhalten, der spätgotische Hauptaltar mit einem geschnitzten Flügelschrein
stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert. Beim Volksentscheid 1920 stimmten die
Dorfbewohner Deutsch, obwohl Dänisch Umgangssprache war. Bis zur Trockenlegung der
Feuchtgebiete boten die Aal-Fischerei und die Reetwirtschaft gute Einnahmequellen. Heute
steht der Grenzhandel im Mittelpunkt. Daneben gibt es zehn landwirtschaftliche Betriebe. Die
dänische Minderheit in Aventoft wird vom Südschleswigschen Wählerverband (SSW)
vertreten. Außerdem befindet sich eine dänische Kindertagesstätte im Ort.
Johannes Moritzen: Aventoft - Das Dorf an der Grenze, Husum 1977.
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