
ehemals Siel und Hafenplatz im 1515 erbauten Ockholmer Koog. An dem Siel,
benannt nach dem ersten Schleusenwärter namens Bong, entstand um 1735 ein Hafen. Über
200 Jahre lang fuhren von hier Schiffe nach den Halligen. Dies hörte 1959 schlagartig auf.
Bongsiel rückte ins zweite Glied und wurde von Schlüttsiel abgelöst. Vom einstigen
Sielhafen ist heute kaum noch etwas zu erkennen. In Bongsiel befindet sich einer der
traditionsreichsten Gasthöfe Nordfrieslands, begründet von Lauritz Thamsen, der 1902 als
Schleusenwärter nach Bongsiel kam. Bei „Vadder Thamsen“ gingen viele Kunstmaler ein-
und aus. Ihre Bilder sind noch heute in der Gaststätte zu sehen. Die meisten stammen von
Alex Eckener, der auch Lauritz Thamsens Lügengeschichte „Dat swarte Peerd“ festhielt und
illustrierte.
Reimer Kay Holander: Hundert Jahre Thamsen Bongsiel. Zur Geschichte eines Landgasthofes, Bräist/Bredstedt 2005.
Thomas Steensen: Bongsiel, die Landschaft Nordfriesland, die Kunst und Emil Nolde. In: Ausstellungskatalog „Nolde lebt!“, Hamburg 2006.
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