
(fries.: Båurebel, Bousbel; dän.-mundartl. Bosbøl) Die 633 Hektar große Gemeinde
im Amt Südtondern mit ihren 220 Einwohnern (2008) liegt knapp fünf Kilometer nördlich
von Niebüll etwa auf halbem Weg nach Süderlügum. Die „Siedlung des Bo“, wie der
Ortsname zu deuten ist, wurde 1502 erstmals urkundlich erwähnt. Der Fund einer
Feuersteinspitze aus der Jungsteinzeit zeigt, dass die Gegend bereits in vorgeschichtlicher
Zeit besiedelt war. 1869 erhielt die Siedlung den Gemeindestatus. 1883 entschied man sich
für einen Zusammenschluss mit dem größeren Nachbarort Klixbüll. 1958 konnte die
Selbstständigkeit zurückgewonnen werden.
Bosbüll liegt auf der Geestkante am östlichen Rand des Gotteskoogs. Die Teiche am
Ortsrand sind entstanden durch den Aushub von Mergel, der früher zum Düngen der kargen
Geestböden verwendet wurde. Zwei Betriebe bewirtschaften eine Landfläche von 151 Hektar.
Es befinden sich noch mehrere Gewerbebetriebe wie Heizungsfirmen, eine Bauschlosserei
und eine Kfz-Werkstatt im Ort. Schulisch und sportlich orientiert sich die Bosbüller
Bevölkerung nach Niebüll, kommunalpolitisch nach Süderlügum, kirchlich nach Klixbüll.
Am Ortsrand liegt ein Turnier- und Ausbildungsstall für die Freunde des Reitsports.
Schleswig-Holstein Topographie, HN 2002.
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