
(fries.: Bräist) Die Stadt Bredstedt im Amt Mittleres Nordfriesland liegt etwa in der Mitte
zwischen Husum und Niebüll, am Geestrand,
etwa sechs Kilometer vom Außendeich entfernt.
Knapp über 5 000 Einwohner leben hier auf einer Fläche von 975 Hektar. Brethæstath, die „breite
Stätte“, wurde 1231 erstmals erwähnt im Erdbuch König Waldemars II, doch deuten Funde
aus der jüngeren Steinzeit, der Eisen- und der Wikingerzeit auf eine lange Siedlungstradition
an dieser Stelle hin. 1477 wurde Bredstedt zum Flecken erhoben, war seit etwa 1510 Kirchort
und erhielt 1530 die Marktgerechtigkeit. Bredstedt wurde Hauptort
der Nordergoesharde, des
späteren Amtes Bredstedt, zu dem Bargum, Bordelum, Breklum, Drelsdorf, Joldelund,
Langenhorn, Ockholm und Viöl gehörten. Das Amt Bredstedt ging 1867 im Kreis Husum auf.
Seit 1900 besitzt der Ort die Stadtrechte. Die Stadt ist zentraler Ort für ein weites Umland.
Überörtliche Bedeutung haben vor allem das Nordfriesische Institut, das Fachkrankenhaus,
die landwirtschaftliche Schule und weitere landwirtschaftliche Einrichtungen sowie das
Forstamt. Von 2008 an ist Bredstedt Verwaltungssitz des Amtes Mittleres Nordfriesland,
verliert aber gleichzeitig seinen hauptamtlichen Bürgermeister.
Jürgen Peter Schmidt-Petersen: Chronik der Stadt Bredstedt. Bredstedt 1929 (unveröffentlichtes Manuskript, Abschrift u.a. im Nordfriisk Instituut).
Peter Nissen und Thomas Steensen (Red.), 75 Jahre Stadt Bredstedt, Bredstedt 1975. Ausführliche Geschichte für 2000 geplant.
Thomas Steensen (Hrsg.): Bredstedt – Stadt in der Mitte Nordfrieslands, Bräist/Bredstedt 2000.
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