Karrharder Alter Koog
Friesisch: Kårhiirder Uule Kuuch
Der Karrharder Alte Koog ist ein Koog in der Gemeinde Süderlügum im Kreis Nordfriesland, bedeicht im Jahr 1556.
Im Volksmund heißt der Koog auch Struxbüller oder Lügumer Koog. Die Dörfer am Rand wollten ihm jeweils ihren eigenen Namen geben, so kamen Struxbüll und Süderlügum zu ihrem Koog.
Teil eines großen Deichbaus
Entstanden ist der Koog bei einem großen Bedeichungsvorhaben im Norden Nordfrieslands um die Mitte des 16. Jahrhunderts. In einem Zug zog man damals einen Deich von fast 20 Kilometern, von der Geest bei Hoyer über Ruttebüll und Grippenfeld bis an die Geest bei Grellsbüll. Bei Grippenfeld musste dafür die Wiedau abgedämmt werden. Geschützt werden sollten vor allem die Stadt Tondern und die angrenzenden Harden, die alten Verwaltungsbezirke der Region.
Der größte Teil des damals eingedeichten Landes liegt heute in Dänemark, darunter der Hoyerkoog. Der Karrharder Alte Koog gehört zum deutschen Teil. Für seine Entwässerung sorgt heute der Sielverband Karrharder Alter Koog.
Verwandte Einträge
Zu den Angaben
Belegt ist das Bedeichungsjahr (Infotafel Marschenpark Niebüll). Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Der Punkt auf der Karte stammt aus dem Verbandsgebiet des Sielverbands im Anlagenverzeichnis des Landes und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5