Mögeltondernkoog

Der Mögeltondernkoog ist ein Koog in der Tondermarsch südlich von Møgeltønder in Dänemark, bedeicht im Jahr 1556.

Auf dänisch heißt der Koog Møgeltønder Kog. Er zählt zu den ältesten Kögen der Tondermarsch. Das Dorf Møgeltønder liegt darüber an einem nach Süden geneigten Hang, dort wo der Geestrand deutlich sichtbar in die Marsch übergeht.

Die erste Deichlinie der Tondermarsch

Die ersten Siedler kamen im 12. Jahrhundert in ein Gebiet ohne jeden Deichschutz. Ihre Höfe standen auf Warften, also auf künstlich aufgeworfenen Hügeln. Erst nach mehreren Sturmfluten begann der Deichbau. Die älteste zusammenhängende Linie lief von Højer über Rudbøl und Lægan bis an die Geest bei Grellsbüll westlich von Süderlügum.

Als Bauherr dieses Deiches gilt Herzog Hans der Ältere, der von 1521 bis 1580 lebte. Geschützt wurden damit gleich mehrere Köge, neben dem Mögeltondernkoog auch die Köge von Højer, Ubjerg und Tønder. Im Süden schloss ein Deich um den Karrharder Koog an.

Ein Deich und seine Nebenwirkung

Der Deich sicherte Menschen, Vieh, Höfe und Ackerland, und er schützte auch die tief gelegene Stadt Tønder. Zugleich versandete der alte Lauf der Vidå. Die Schifffahrt zur Stadt wurde dadurch schwieriger. Über den alten Deich zwischen Højer und Rudbøl führt heute eine Straße.

Die große Entwässerung der Tondermarsch von 1926 bis 1933 veränderte das Bild erneut. Damals entstanden über hundert Kilometer Auendeiche und vier Pumpstationen. Sie sollen verhindern, dass die Köge bei geschlossenem Vidåsiel von innen überflutet werden.

Zu den Angaben

Belegt ist das Bedeichungsjahr (Grænseforeningen und Historisk Atlas). Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Mögeltondernkoog (Archivfassung 2011)
  2. Grænseforeningen: Tøndermarsken
  3. Historisk Atlas: Digevej, Højer bis Rudbøl
  4. Slots- og Kulturstyrelsen: Møgeltønder, Kulturarvsatlas Vadehavet
  5. Nationalpark Vadehavet: Tøndermarsken

Weiterführende Literatur

  • Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5