Brunottenkoog

Friesisch: Bruunodenkuuch

Der Brunottenkoog ist ein Koog in der Gemeinde Neukirchen im Kreis Nordfriesland.

Hinter dem Namen steckt ein alter Flurname. Früher hieß das Gebiet in der Wiedingharde Brunsodderkoog, und Brunsodder lässt sich als Vorsprung oder Landzunge des Brun deuten. Daraus wurde mit der Zeit Brunottenkoog.

Gewonnen wurde der Koog, indem man das Brunsodder Tief bei Ruttebüll abdeichte. Ein Tief ist ein Wasserlauf, der das Land zum Meer hin entwässert. Viele Versuche dazu waren vorher gescheitert. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gelang die Durchdeichung endlich. Um die Entwässerung kümmert sich heute der Sielverband Brunottenkoog.

Zu den Angaben

Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Der Punkt auf der Karte stammt aus dem Verbandsgebiet des Sielverbands im Anlagenverzeichnis des Landes und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Brunottenkoog (Archivfassung 2011)
  2. Land Schleswig-Holstein: Anlagen- und Deichverzeichnis (AWGV), Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Weiterführende Literatur

  • Johan Redlef Volquardsen: Der Brunottenkoog in der Wiedingharde. Ein Beitrag zur Geschichte der Wiedingharde, Bräist/Bredstedt 1965.
  • Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5