Johann-Adolfs-Koog
Der Johann-Adolfs-Koog ist ein Koog bei Reimersbude vor dem Büttelkoog im Kreis Nordfriesland.
Im Jahr 1615 schenkte Herzog Johann Adolf von Gottorf sechs seiner Beamten das Vorland vor dem Büttelkoog bei Reimersbude. An das Geschenk war die Pflicht geknüpft, das Land einzudeichen. Der Koog trägt den Namen des Herzogs, der von 1575 bis 1616 lebte.
Ein teurer Deich
Der Deichbau im frühen 17. Jahrhundert verschlang auffallend viel Geld. Deshalb wurden die Abrechnungen des Deichmeisters Philipps geprüft. Bei der Untersuchung wandte man auch die Folter an. Das veruntreute Geld kam trotzdem nicht zurück, und einige der Beteiligten mussten ihre Anteile am Koog verkaufen.
Auch später gab es Ärger. Einer der Landbesitzer, der Kammersekretär Schwenck, erlebte mehrere Deichbrüche auf seinem Abschnitt. Seine Mitbesitzer schlossen sein Land schließlich aus dem Koog aus. Daraus entstand der Schwenkenkoog.
Verwandte Einträge
Zu den Angaben
Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5