Marienkoog

Friesisch: Mariienkuuch

Der Marienkoog ist ein Koog in der Gemeinde Galmsbüll im Kreis Nordfriesland.

Benannt ist der Koog nach der Frau des dänischen Königs Friedrich VI., der zugleich Herzog von Schleswig war. Der König hatte die notleidenden Galmsbüller beim Deichbau unterstützt. Wer gar nichts besaß, bekam eine kleine Stelle auf dem Land des Pastorats.

Über den Resten von Galmsbüll

Der Deich des Kooges verläuft über die Reste der früheren Marschinsel Galmsbüll. Sie war einst für die Salzgewinnung wichtig und zerfiel im 17. Jahrhundert in mehrere kleine Halligen. Das eingedeichte Land war zuvor Vorland vor den Christian-Albrechts-Kögen.

Die Warft Großgalmsbüll, ein aufgeschütteter Wohnhügel, blieb beim Deichbau am Ende des 18. Jahrhunderts noch draußen. Man hatte früh erkannt, dass sie in ihrer vorgeschobenen Lage nicht lange zu halten gewesen wäre. Für die Entwässerung ist heute der Sielverband Marienkoog zuständig.

Verwandte Einträge

Zu den Angaben

Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Der Punkt auf der Karte stammt aus dem Verbandsgebiet des Sielverbands im Anlagenverzeichnis des Landes und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Marienkoog (Archivfassung 2011)
  2. Land Schleswig-Holstein: Anlagen- und Deichverzeichnis (AWGV), Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Weiterführende Literatur

  • Sielverband Marienkoog (Hrsg.): Marienkoog 1798-1998 - Galmsbüllkoog 1939-1999, o. O. 1999.
  • Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5