Ockholmer Koog

Friesisch: Hoolmer Kuuch

Der Ockholmer Koog ist ein Koog in der Gemeinde Ockholm im Kreis Nordfriesland.

Mit der Bedeichung verlor Ockholm seine Lage als Hallig, also als kleine Marschinsel ohne schützenden Deich. Der neue Koog entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts und schob sich weit nach Westen ins Wattenmeer vor. Ein Teil seines Deiches war noch bis 1991 Seedeich.

In jenem Jahr wurde zum Schutz der Küste ein neuer Deich davorgelegt. Seitdem gehört zum Ockholmer Koog ein Speicherbecken.

Flurbereinigung

Die Landwirtschaft im Koog hatte lange mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Die Wege waren schlecht, die Parzellen viel zu klein, und das Wasser lief nur mangelhaft ab. Erst eine Flurbereinigung in den 1970er Jahren gab den Höfen eine tragfähige Grundlage. Für die Entwässerung ist heute der Sielverband Ockholmer Koog zuständig.

Verwandte Einträge

Zu den Angaben

Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Der Punkt auf der Karte stammt aus dem Verbandsgebiet des Sielverbands im Anlagenverzeichnis des Landes und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Ockholmer Koog (Archivfassung 2011)
  2. Land Schleswig-Holstein: Anlagen- und Deichverzeichnis (AWGV), Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Weiterführende Literatur

  • Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5