Pohnshalligkoog
Der Pohnshalligkoog ist ein Koog in der Gemeinde Nordstrand im Kreis Nordfriesland, bedeicht im Jahr 1924. Er ist rund 695 Hektar groß.
Der Pohnshalligkoog, kurz Pohns oder Pohnskoog, ist der jüngste bewohnte Koog auf Nordstrand und dessen östlichster. Hier beginnt der Nordstrander Damm, die Straße zum Festland. Der Ortsteil hat rund 270 Einwohner.
Aus einer Hallig
Der Name bedeutet Hallig des Pone. Die Pohnshallig war ein Stück der alten Insel Strand, das die Burchardiflut 1634 abgerissen hatte. Bewohnt war sie danach nicht mehr, doch Bauern aus Schobüll holten dort zeitweise Heu. Während Nordstrand im 18. und 19. Jahrhundert Koog um Koog nach Osten wuchs, rückte die Hallig immer näher an die Insel heran.
Deichbau in schweren Jahren
Seit 1906 gehörte das Vorland östlich des Morsumkooges dem Staat, und man plante eine baldige Bedeichung. Dann kam der Erste Weltkrieg. Auch in den Jahren danach fehlte es an Geräten und Arbeitskräften, und mehrere Sturmfluten bedrohten die Baustelle. Nach fünf Jahren Bauzeit konnte der Koog 1924 an die ersten Pächter gehen.
Leicht hatten sie es nicht. Der Boden war verschlammt und ließ kaum Wasser durch, gute Erträge waren schwer zu erzielen. 1935 wurden die Pachtverträge aufgelöst und das Land einer Siedlungsgesellschaft übertragen. Aus den Pächtern wurden Eigentümer.
Heute leben die Bewohner wie auf ganz Nordstrand von Landwirtschaft, Dienstleistungen und Tourismus. Im Koog stehen eine Biogasanlage und ein Wohnmobilpark auf einem früheren Bauernhof.
Verwandte Einträge
- Sturmfluten
- Vorland
- Morsumkoog
Zu den Angaben
Belegt sind das Bedeichungsjahr (digitales Deichverzeichnis des Landes) und die Fläche (Wikipedia). Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Johann Coltzau: 50 Jahre Pohnshalligkoog 1924-1974, Husum 1974.
- Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5