Dagebüller Koog
Der Dagebüller Koog ist ein Koog in der Gemeinde Dagebüll im Kreis Nordfriesland, bedeicht 1702 bis 1704.
Der Dagebüller Koog ist aus einer Hallig entstanden. Wo heute die Fähren nach Föhr und Amrum ablegen, lag bis ins 18. Jahrhundert die Hallig Dagebüll. Ihr Westteil ragt noch immer wie ein Keil aus dem Vorland ins Wattenmeer, an der Spitze liegt die Dagebüller Mole.
Von der Hallig zum Koog
Den Anstoß gab eine Bedeichung in der Nachbarschaft. Als 1633 das Bottschlotter Tief abgedämmt wurde, veränderte sich die Strömung um die Hallig. An ihrer Südseite brach Land ab, im Nordosten dagegen wuchs neues an. Um weitere Verluste zu verhindern, bekam die Hallig einen Schutzdeich. In den Jahren 1702 bis 1704 entstand so der Dagebüller Koog.
Eine Insel im Watt blieb er trotzdem noch eine Weile. Landfest wurde Dagebüll erst mit dem Kleiseerkoog, der 1726 und 1727 die Lücke zum Festland schloss. Später sicherten der Juliane-Marien-Koog im Süden und der Marienkoog im Norden die Flanken des weit nach Westen vorspringenden Landstücks. Entwässert wird der Koog heute über den Dagebüller Hauptsielzug.
Verwandte Einträge
- Juliane-Marien-Koog
- Kleiseerkoog
- Marienkoog
- Dagebüll
Zu den Angaben
Belegt ist das Bedeichungsjahr (Wikipedia). Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Der Punkt auf der Karte stammt aus dem Verbandsgebiet des Sielverbands im Anlagenverzeichnis des Landes und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.
Quellen
Weiterführende Literatur
- M. I. Melfsen: Die Geschichte des Dagebüller Kooges, o. O. (Kopie einer Abschrift von 1936 im Nordfriisk Instituut).
- Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5