Maasbüller Herrenkoog

Friesisch: Moosblinger Hiirnekuuch

Der Maasbüller Herrenkoog ist ein Koog zwischen Risum und Fahretoft im Kreis Nordfriesland, bedeicht im Jahr 1641.

Der Maasbüller Herrenkoog, früher auch Maasbüller Koog oder einfach Herrenkoog genannt, liegt zwischen Risum und Fahretoft. Seinen Namen hat er von seinem größten Grundbesitzer: dem Herzog von Gottorf, dem Herrn.

Der Moordeich nach der Flut von 1634

Die Burchardiflut im Oktober 1634 zerstörte auch den Seedeich bei Waygaard und überschwemmte alle Köge dahinter. Den alten Deich zu reparieren war aussichtslos. Stattdessen zog man einen neuen Deich von Maasbüll quer durch das Ringtief nach Fahretoft, den Moordeich. 1641 war er fertig, und das Land dahinter wurde zum Herrenkoog.

Der südliche, etwas höher gelegene Teil gehörte überwiegend Fahretofter Bauern. Er wurde später als eigener Koog abgetrennt, zuerst unter dem Namen Bottschlotter Koog, dann als Fahretoft-Bottschlotter Koog.

Besiedelt erst 1935

Eine planmäßige Besiedlung begann erst im 20. Jahrhundert, nachdem ein Schöpfwerk das Wasser aus dem Koog hielt. Am 1. Oktober 1935 erhielten 31 Siedler eine Neubauernstelle. Der Boden bringt gute Erträge im Ackerbau und eignet sich auch für die Schweinemast.

Verwandte Einträge

Zu den Angaben

Belegt sind das Bedeichungsjahr (Infotafel Marschenpark Niebüll) und die Deichlänge (Wikipedia). Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Maasbüller Herrenkoog (Archivfassung 2011)
  2. Wikipedia: Maasbüller Herrenkoog
  3. Stadt Niebüll: Infotafel 2 im Marschenpark, Deichbau vom Mittelalter bis heute
  4. Lage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

Weiterführende Literatur

  • Chronikgemeinschaft Herrenkoog (Hrsg.): Chronik des Herrenkooges, Herrenkoog 1985.
  • Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5