Neukoog
Der Neukoog ist ein Koog in der Gemeinde Nordstrand im Kreis Nordfriesland, bedeicht im Jahr 1691. Er ist rund 646 Hektar groß.
Der Neukoog war die vierte Etappe der Wiedergewinnung Nordstrands nach der Sturmflut von 1634. In der Inselchronik erscheint er als Neuer Osterkoog, weil er an den zuvor gewonnenen Osterkoog anschloss.
Fast dreißig Jahre Stillstand
Nach dem Trendermarschkoog boten sich weitere Flächen zur Eindeichung an, gebaut wurde aber lange nicht. Die Partizipanten, also die Anteilseigner des Deichunternehmens, zerstritten sich. Besitz wechselte häufig den Eigentümer, und Erben meldeten Ansprüche an. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts begannen die Arbeiten am neuen Deich.
Fruchtbares Land, unsichere Deiche
Das gewonnene Land war ertragreich. Die Ernten überstiegen den Bedarf der Insel deutlich, und es entwickelte sich ein lebhafter Handel. Zwischen Pellworm und den neuen Kögen ging dagegen das letzte halligartige Restland verloren, bis auf die Fläche eines alten Hochmoores, auf der Häuser und eine Kirche entstanden.
1717 zerstörte eine Sturmflut den Deich des Osterkoogs. Das Wasser lief über die Mitteldeiche in die Nachbarköge, und im Februar 1718 brach der Deich erneut. Beide Male wurde sofort ausgebessert. Das zahlte sich aus, denn 1720 hielten die Deiche einer der schwersten Fluten stand.
Zu den Angaben
Belegt sind das Bedeichungsjahr (Wikipedia) und die Fläche (Wikipedia). Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Zum Namen: Die Wikipedia führt Neuer Koog als früheren Namen des Neukooges, die ausgewertete Inselchronik nennt dagegen Neuer Osterkoog. Der Punkt auf der Karte markiert den Mittelpunkt der Gemeinde Nordstrand, nicht den Koog selbst.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5