Achtrup
Friesisch: Åktoorp · Dänisch: Awdrup
Achtrup ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, auf der Lecker Geest rund vier Kilometer nordöstlich von Leck. Auf 29,90 Quadratkilometern leben 1.532 Einwohner (Stand Ende 2025).
Der Name bedeutet Dorf des Aggi oder Akki. Erstmals genannt ist der Ort in einer Urkunde vom 31. März 1398, die einen Gutsverkauf in Aktorp festhält und heute im Flensburger Stadtarchiv liegt. Ein gleichnamiges Dorf an der Flensburger Förde wurde spätestens im 13. Jahrhundert aufgegeben, sein Name lebte als Flur- und als Familienname weiter. Aus dieser Familie gingen mehrere Flensburger Bürgermeister hervor. Der Ritter Peter Jul, der auf dem Vorgängerbau der Duburg saß, hatte Besitz im heutigen Achtrup.
Mühle Jenny und Gut Lütjenhorn
Die Lecker Au bildet abschnittsweise die Gemeindegrenze, das Flüsschen Brebek durchquert das Gebiet und ermöglichte eine ertragreiche Viehwirtschaft. Der Boden um Achtrup galt im Vergleich zur übrigen Geest als fruchtbar. Zwei Windmühlen standen hier einst; erhalten ist die denkmalgeschützte Mühle Jenny auf dem Mühlenberg, die heute ein Kinderheim beherbergt. Sehenswert ist außerdem das Herrenhaus des Gutes Lütjenhorn, das um die Mitte des 16. Jahrhunderts gegründet wurde. Der eingeschossige Ziegelbau von 1762 hat eine Freitreppe und darüber ein giebelartig ausgebildetes Dachfenster, ein sogenanntes Zwerchhaus.
Lütjenhorn wurde 1927 aus dem aufgelösten Gutsbezirk eine eigene Gemeinde und kam 1974 zu Achtrup, Büllsbüll bereits 1968. Neben den Dörfern gehören zahlreiche Häusergruppen und Einzelhöfe zum Gemeindegebiet, unter anderem Braunberg, Kalleshave, Schruplund, Seewangacker und Tettwang. Die Kirche am Kirchweg ist ein moderner Bau und trägt den Namen Martin Luthers. Bis Ende der 1970er Jahre hielten am Siedlungsplatz Achtrup-Bahnhof im Grenzbereich zu Sprakebüll Züge der Strecke von Flensburg-Weiche nach Lindholm. Heute führt die Landesstraße 212 von Leck nach Medelby durch die Gemeinde, begleitet von einem Rad- und Fußweg.
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Zu den Angaben
Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Schleswig-Holstein Topographie, HN 9.12.2000.