Lothar Schücking
Lothar Schücking, geboren 1873 in Wollin, gestorben 1943 in Sassenberg, war Jurist und Bürgermeister von Husum.
1903 wurde Schücking Bürgermeister von Husum. Fünf Jahre später veröffentlichte er die Streitschrift "Die Reaktion in der inneren Verwaltung Preußens" und griff darin die Amtsführung der preußischen Behörden an. Der Innenminister eröffnete daraufhin ein Disziplinarverfahren, das auf die Amtsenthebung zielte.
Der Fall Schücking erregte Aufsehen in ganz Deutschland und gilt als der größte Verwaltungsskandal im Kaiserreich. Am Ende stand nur eine Geldstrafe, das Amt gab der Bürgermeister 1909 dennoch auf, weil seine Gesundheit angegriffen war.
In der Weimarer Republik arbeitete Schücking als Rechtsanwalt in Dortmund und engagierte sich pazifistisch. Nach 1933 untersagten ihm die Nationalsozialisten die Berufsausübung.
Zu den Angaben
Die Lebensdaten folgen der früheren Nordfriesland-Datenbank. Einen Wikipedia-Artikel gibt es nicht, die Angaben folgen der Archivfassung der früheren Nordfriesland-Datenbank. Geboren wurde er in Wollin in Pommern, gestorben ist er in Sassenberg in Westfalen. Diese Seite ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der alten Datenbank.