Rantumburg
Rantumburg ist ein untergegangener Erdwall bei Rantum auf Sylt, von dem nur Berichte aus dem 18. Jahrhundert zeugen.
Berichte aus dem 18. Jahrhundert erwähnen unweit von Rantum einen Erdwall, der der Tinnumburg geglichen haben soll. Als diese Nachrichten entstanden, hatten die Wanderdünen ihn längst überdeckt. Heute gilt er als von der Nordsee abgetragen, sichtbar ist nichts mehr. Anders als bei Tinnumburg und Archsumburg gibt darüber allein Schriftliches Auskunft.
Dass der Ort vor dem 17. Jahrhundert Gewicht hatte, legt seine Lage nahe. Rantum liegt an der heute schmalsten Stelle von Sylt, keine 600 Meter breit, und musste nach Sturmfluten und Sandverwehungen mehrfach an anderer Stelle neu aufgebaut werden. Auf einer in Kopenhagen aufbewahrten Seekarte von 1142 ist die Rantumer Kirche als Seezeichen eingetragen; sie trug das Patrozinium des Heiligen Petrus, das damals Hauptkirchen vorbehalten war. Belegen lässt sich daraus nichts, denn die überlieferten Nachrichten über den Ort setzen erst im 17. Jahrhundert ein.
Zu den Angaben
Die Seite war nie archiviert, und einen eigenen Wikipedia-Artikel gibt es nicht; die Angaben stehen im Artikel zum Ort Rantum. Ob der Wall zu den Ringburgen der Insel gehörte, lässt sich am Befund nicht mehr prüfen. Dieser Eintrag ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der früheren Nordfriesland-Datenbank.