Rote Kliff

Rote Kliff ist die hohe Abbruchkante des Sylter Geestkerns an der Westküste zwischen Kampen und Wenningstedt.

Der mittlere Teil von Sylt ruht auf einem Geestkern, also auf eiszeitlichem Material, während die Nehrungshaken im Norden und Süden nur aus Sandablagerungen bestehen. Von See aus wird dieser Kern als Steilkante sichtbar, und genau das ist das Rote Kliff. Bei tief stehender Sonne leuchtet der Anschnitt rötlich, was dem Kliff seinen Namen gegeben hat.

Zwischen zwei Orten

Die Kante zieht sich westlich von Kampen und nördlich von Wenningstedt die Küste hinab. Wenningstedt liegt am Rand der Dünenlandschaft auf dem Kliff, unterhalb erstreckt sich über die gesamte Ortslänge ein Sandstrand, der im Sommer bewacht wird. Zur Gemeinde Kampen gehört als eigener Wohnplatz die Siedlung des Leuchtturms Rotes Kliff. Am Kliff steht außerdem die Sturmhaube, deren bislang letzte Fassung 1968 entstand.

Ein Kliff, das schwindet

Steilkanten an der offenen Nordsee bleiben nicht stehen. Sturmfluten und Erosion greifen die Kante an, das Kliff gilt als stark gefährdet. Wie das Meer die Insel insgesamt umformt, steht bei Sylt, und wie man dagegen arbeitet, beim Küstenschutz.

Zu den Angaben

Zu diesem Eintrag gibt es weder eine Archivfassung der früheren Nordfriesland-Datenbank noch einen eigenen Wikipedia-Artikel. Die Angaben stammen aus den Beschreibungen der beiden Gemeinden am Kliff. Dieser Eintrag ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der früheren Nordfriesland-Datenbank.