Fahretofter Köge
Friesisch: Foortufter Norderkuuch, Foortufter Sööderkuuch
Fahretofter Köge ist ein Koog in der Gemeinde Dagebüll im Kreis Nordfriesland, bedeicht 1688/90.
Die Fahretofter Köge gehen auf die frühere Marschinsel Fahretoft zurück. Seit 1638 war sie landfest, also mit dem Festland verbunden. Möglich machten das der Bottschlotter Damm und der Holländerdeich.
Vom Sommerdeich zum Seedeich
Im späten 17. Jahrhundert erhielt die frühere Insel einen vollständigen Seedeich. Zuerst erhöhte man im Westen, wo die Gefahr am größten war, den vorhandenen Sommerdeich. Ein Sommerdeich ist niedriger und hält nur die gewöhnlichen Fluten ab. Wenige Jahre später folgte die nördliche Strecke von der Broderswarft bis Niehörn am Maasbüller Moordeich.
Zwei Köge, ein Verband
Der Holländerdeich teilt das Gebiet in einen Norder- und einen Süderkoog. Trotzdem blieb der Fahretofter Koog immer eine Einheit, heute betreut ihn der Sielverband Fahretofter Koog. 1988 wurde zum Schutz der Küste die kleine Bucht zwischen dem Osewoldter Koog und dem Hauke-Haien-Koog eingedeicht. Dabei entstand ein Westerkoog mit einem Speicherbecken, das Wasser aus dem Hinterland zwischenspeichern kann.
Verwandte Einträge
Zu den Angaben
Belegt ist das Bedeichungsjahr (digitales Deichverzeichnis des Landes). Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Der Punkt auf der Karte stammt aus dem Verbandsgebiet des Sielverbands im Anlagenverzeichnis des Landes und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5