Finkhaushalligkoog
Der Finkhaushalligkoog ist ein Koog in der Gemeinde Husum im Kreis Nordfriesland.
Der Finkhaushalligkoog liegt südwestlich von Husum in der Simonsberger Bucht. Er wurde in zwei Abschnitten gewonnen, die rund drei Jahrzehnte auseinanderliegen.
Ein Versuch mit Watt
Die Eindeichung der Finkhaushallig stand im Zehnjahresplan des NS-Gauleiters Lohse für Landgewinnung, Landerhaltung und Wasserwirtschaft. Ab 1934 wurde in der Bucht neues Vorland gewonnen. Dabei wartete man nicht, bis das ganze Gebiet deichreif war, also hoch genug aufgeschlickt für einen Deich. Absichtlich schloss man eine größere Wattfläche mit ein. Man wollte lernen, wie sich solche Flächen nutzbar machen lassen.
Der Deich war auf Schlick gebaut. Seine schwerste Prüfung kam mit der Flutkatastrophe von 1962. Im Westen und Norden wurde er stark beschädigt, ein Durchbruch ließ sich aber verhindern.
Erweiterung
Mitte der 1960er Jahre entstand ein weiterer Deich. Er führt von der Nordwestecke des Simonsberger Kooges zum Nordwesten des Finkhaushalligdeichs. Das neu eingeschlossene Land umfasst rund 160 Hektar Nutzfläche und zwei Speicherbecken. In solchen Becken sammelt sich das Binnenwasser, bis es ins Meer abfließen kann. Damit waren auch die Entwässerungsprobleme des Kooges gelöst.
Verwandte Einträge
Zu den Angaben
Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Der Punkt auf der Karte stammt aus dem Deichverzeichnis des Landes und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Helmuth Müller: Simonsberg. Finkhaushallig. Beiträge zur Geschichte, Simonsberg 1987.
- Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5