Hattstedter Neuer Koog
Friesisch: Haatstinger Naie Kuuch
Der Hattstedter Neue Koog ist ein Koog in der Gemeinde Hattstedtermarsch im Kreis Nordfriesland, bedeicht um 1500. Er ist rund 374 Hektar groß.
Der Hattstedter Neue Koog, im Volksmund auch Nordkoog genannt, ist der jüngere der beiden Köge, aus denen die Gemeinde Hattstedtermarsch hervorgegangen ist. Er liegt nordwestlich vor der Hattstedtermarsch, dem älteren Koog.
Anwachs vor der Nordwestecke
Nachdem der ältere Koog bedeicht war, lagerte sich vor seiner Nordwestecke viel Schlick ab, und bald gab es dort genug Vorland für einen neuen Deich. Den Auftrag gab der Landesherr, damals Friedrich I., König von Dänemark und Norwegen. Ausgeführt haben ihn freie und Pachtbauern nach genau geregelten Bedingungen. Einzelheiten sind nicht überliefert, doch Urkunden über spätere Landverkäufe zeigen, dass der Koog spätestens um 1500 fertig war.
Sicher war er damit nicht. Der Koog lag weit draußen und ungeschützt, Deichbrüche und Landverluste wiederholten sich. Eine Spur davon ist die Große Wehle, ein tiefer Kolk aus einem solchen Bruch, den ein halbmondförmiger Einlagedeich umschließt.
Heute
Der Koog wird überwiegend als Grünland genutzt. Weil er baurechtlich Außenbereich ist, sind nur zwölf Einzelhöfe entstanden, teils auf Warften. Direkt am Deich zum 1987 vorgelagerten Beltringharder Koog steht das Hotel Arlau-Schleuse. Die abgedämmten Wiesen dort dienten bis zum Bau des Beltringharder Kooges als Rückhaltebecken der Arlau. Heute wird dort zum Teil Reet angebaut.
Verwandte Einträge
- Wehle
- Hattstedtermarsch
Zu den Angaben
Belegt sind das Bedeichungsjahr (Wikipedia) und die Fläche (Wikipedia). Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Der Punkt auf der Karte markiert den Mittelpunkt der Gemeinde Hattstedtermarsch, nicht den Koog selbst.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5