Sophie-Magdalenen-Koog

Der Sophie-Magdalenen-Koog ist ein Koog in der Gemeinde Reußenköge im Kreis Nordfriesland, bedeicht im Jahr 1741. Er ist rund 608 Hektar groß.

Der Sophien-Magdalenen-Koog, auch Sophie-Magdalenen-Koog geschrieben, war der erste Schritt zur endgültigen Bedeichung der Bredstedter Bucht zwischen der Hattstedtermarsch und Ockholm. Benannt ist er nach Sophie Magdalene, der Frau des dänischen Königs Christian VI. Heute ist er ein dünn besiedelter Ortsteil der Gemeinde Reußenköge an der Straße von Bredstedt.

Der Anfang des Bredstedter Werks

Die Verantwortung für das Bredstedter Werk übernahmen der Kopenhagener Geheimrat Jean Henri Graf Gyldensteen und sein Sohn Jean Henri Desmercières. Frühere Versuche, die ganze Bucht in einem Zug zu schließen, waren gescheitert. Desmercières ging vorsichtiger vor: Er deichte erst ein, wenn das Vorland hoch genug aufgeschlickt war und schon Salzwiesenpflanzen trug. Ein solcher Boden ist gut durchwurzelt und wird zu ausgezeichnetem Ackerland, sobald der Regen das Salz ausgewaschen hat.

Ein neues Deichprofil

Nach Angaben der früheren Nordfriesland-Datenbank ließ Desmercières schon für diesen Koog einen Deich mit neuem Profil bauen: unten flach, oben steiler. Die Wellen sollten auf dem flachen Fuß auslaufen, bevor sie auf den steilen Teil trafen. Die Wikipedia sieht den ersten Deich mit flacher Seeseite dagegen erst beim benachbarten Desmerciereskoog von 1767.

Die Höfe im Koog sind heute sehr unterschiedlich aufgestellt. Neben reinen Ackerbaubetrieben gibt es Milchvieh, Schweine- und Rindermast, biologischen Anbau und Schafhaltung. Ferienwohnungen und Windkraft sind für viele ein zweites Standbein. Die einzige geschlossene Häuserreihe bilden die früheren Landarbeiterhäuser am Schleusenweg.

Verwandte Einträge

Zu den Angaben

Belegt sind das Bedeichungsjahr (Wikipedia) und die Fläche (Wikipedia). Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Zur Fläche: Die frühere Nordfriesland-Datenbank nennt 619 Hektar. Der Punkt auf der Karte stammt aus dem Verbandsgebiet des Sielverbands im Anlagenverzeichnis des Landes und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Sophie-Magdalenen-Koog (Archivfassung 2011)
  2. Wikipedia: Sophien-Magdalenen-Koog
  3. Land Schleswig-Holstein: Anlagen- und Deichverzeichnis (AWGV), Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Weiterführende Literatur

  • Die Sielverbände Sophie-Magdalenen-Koog und Desmerciereskoog (Hrsg.): Sophie-Magdalenen-Koog 1741-1992. Desmerciereskoog 1767-1992, o. O., o. J.
  • Nicolai Möllgaard: Sophie-Magdalenen-Koog 1741-1967. Desmerciereskoog 1767-1967, Bredstedt 1967.
  • Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5