Behrendorf

Friesisch: Bjarntoorp

Behrendorf ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, auf der Geest etwa drei Kilometer östlich von Viöl. Auf 15,29 Quadratkilometern leben 577 Einwohner (Stand Ende 2025).

Der Ortsname bedeutet Dorf des Biarne oder Bjørn. Urkundlich greifbar ist Bierndorp seit dem 14. Jahrhundert, die Spuren im Boden reichen jedoch weiter zurück: Grabhügel und Steinwerkzeuge stammen aus der Jungsteinzeit, ein Urnenfriedhof aus der Eisenzeit. Luftbilder zeigen auf dem Geestboden schattenhaft einen Kreis, bei dem es sich um Reste einer mittelalterlichen Burg oder eines Schutzwalls handeln könnte. Von der früheren Besiedlung ist wenig geblieben, weil der Boden über Jahrhunderte gründlich bearbeitet wurde.

Die Landwirtschaft trägt den Ort. Rund 20 Vollerwerbsbetriebe leben vor allem von Rindermast und Milchproduktion. Über die Region hinaus bekannt ist Behrendorf für Pferdezucht und Veranstaltungen im Pferdesport. Die Schule wurde nach Viöl verlegt, während Bäcker, Tischler, Elektriker, Maurer und eine Gastwirtschaft im Dorf blieben.

Trinkwasser gewinnt die Gemeinde selbst. 1968 wurde dafür ein etwa 65 Meter tief liegender unterirdischer See angebohrt. Der Verein Wassergemeinschaft Behrendorf überwacht die Anlage, die täglich rund 200.000 Liter fördert. Den Kindergarten im Ort nutzen auch die Kinder aus dem Nachbardorf Bondelum.

Verwandte Einträge

Zu den Angaben

Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Die verlinkte Wikipedia-Seite ist eine Begriffsklärung und enthält keine Angaben zum Ort. Dieser Eintrag beruht deshalb allein auf der früheren Nordfriesland-Datenbank. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Behrendorf (Archivfassung 2019)
  2. Wikipedia: Behrendorf (Nordfriesland)
  3. Statistisches Bundesamt: Gemeindeverzeichnis, Gebietsstand 31.12.2025, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
  4. Lage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

Weiterführende Literatur

  • Kurt Peter und Marianne Sieverloh: Behrendorf - aus der Chronik eines Geestdorfes, Behrendorf 1995. Schleswig-Holstein Topographie, HN 4.8.2001.