Oland

Oland ist eine Hallig im nordfriesischen Wattenmeer, östlich von Langeneß im Wattenmeer.

Alle Bewohner von Oland leben auf einer einzigen Warft. Dort stehen die Häuser, eine Kirche, ein Gasthaus, ein Gemeindehaus mit Bücherei und die frühere Schule. Der Leuchtturm der Hallig ist das einzige reetgedeckte Leuchtfeuer Deutschlands. In der Mitte der Fläche liegt ein alter Fething, also eine Viehtränke, die Regenwasser sammelt.

Vom Kirchspiel zur Hallig

Im Mittelalter gehörte das Gebiet zu den friesisch besiedelten Uthlanden und verwaltungsmäßig zum alten Nordstrand. Um 1231 führt König Waldemars Erdbuch Oland noch als Insel. Erst die Zweite Marcellusflut von 1362 machte daraus eine Hallig, das Kirchspiel blieb bestehen. Bei der Allerheiligenflut von 1436 starben hier 23 Menschen.

Im 17. Jahrhundert besaß Oland ein volles Seegericht, das acht Schiffer bildeten. Es entschied in zweiter Instanz über Rechtsfragen der Schifffahrt, was für einen so kleinen Ort ungewöhnlich ist. Bis 1941 war die Hallig eine eigene Gemeinde, seither gehört sie zu Langeneß.

Mit dem Festland verbindet Oland die Halligbahn von Dagebüll, die über einen Damm weiter nach Langeneß führt. Bei Landunter ist die Strecke nicht befahrbar. Mehr zur Lebensweise auf diesen Inseln steht im Eintrag zu den Halligen.

Zu den Angaben

Fläche, Ausdehnung und Zahl der Häuser stammen aus der Wikipedia. Amtliche Kenndaten weist das Gemeindeverzeichnis nur für die Gemeinde Langeneß aus. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.

Quellen

  1. Wikipedia: Oland
  2. Lage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL