Langeneß
Langeneß ist eine Hallig im nordfriesischen Wattenmeer, zwischen den Prielen Norderaue und Süderaue. Auf 11,57 Quadratkilometern leben 114 Einwohner (Stand Ende 2025).
Langeneß ist heute die größte der Halligen, war aber ursprünglich Teil eines viel größeren Landes. Vor der Burchardiflut von 1634 bildete sie mit Oland und weiteren Flächen die Hallig Alt-Langeneß. Um 1802 bestand das heutige Langeneß noch aus drei getrennten Halligen: Langeneß im Osten, Butwehl im Südosten und Nordmarsch im Westen. Bis 1869 wuchsen sie durch Dammbauten, Lahnungen und natürlichen Anwuchs zusammen, weshalb die Insel lange Nordmarsch-Langeneß hieß.
Immer kleiner
Über die Jahrhunderte verlor die Hallig stetig Fläche. Vor der Flut von 1825 standen hier noch siebzig Häuser, 1850 zählte man auf vierzehn Warften fünfzig Häuser, um 1905 nur noch dreißig. Eine Vermessung von 1873 ergab 1.179 Hektar, neun Jahre später waren es 1.025. Erst die Befestigung der Kanten hat den Verlust gestoppt.
Eine Schienenverbindung, die Halligbahn von Dagebüll über Oland nach Langeneß, verbindet beide Halligen mit dem Festland. Sie führt über Dämme und ist bei Landunter nicht befahrbar. Die evangelisch-lutherische Kirche von 1894 ist das einzige Gotteshaus der Hallig und betreut auch Oland und Gröde. Ihre Holzdecke trägt Malereien mit biblischen Motiven.
Zu den Angaben
Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Die amtlichen Kenndaten gelten für die Gemeinde Langeneß, zu der auch die Hallig Oland gehört. Ausdehnung und Zahl der Warften stammen aus der Wikipedia. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.