Südfall
Südfall ist eine Hallig im nordfriesischen Wattenmeer, südlich von Pellworm im Wattenmeer.
Vor der ersten Groten Mandränke von 1362 gehörte das Gebiet zur Edomsharde in der Landschaft Strand. Diese Flut zerriss das Land und ließ die Halligen Südfall, Nübell und Nieland entstehen. 1633 wurde Südfall vermessen, weil man die Halligen in eine Abdämmung der Norderhever einbeziehen wollte. Damals war die Hallig etwa vier Kilometer lang und rund 600 Hektar groß.
Die Burchardiflut von 1634 machte diese Pläne zunichte und verkleinerte die Fläche stark. Nübell ging unter, Südfall blieb bewohnt. Als die Hallig weiter schrumpfte, zogen die Bewohner auf die Nachbarfläche Nieland um. Im Watt südlich der Hallig liegen die vermuteten Reste von Rungholt, das in derselben Flutserie unterging.
Seit 1957 betreut der Verein Jordsand die Hallig, seit 1959 steht sie unter Naturschutz. Heute liegt sie in der Schutzzone eins des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Verpachtet ist sie an zwei Personen, die von Frühjahr bis Herbst dort leben. Mehr zur Lebensweise auf diesen Inseln steht im Eintrag zu den Halligen.
Zu den Angaben
Fläche und Bewohnung stammen aus der Wikipedia. Amtliche Kenndaten weist das Gemeindeverzeichnis nur für die Gemeinde Pellworm aus. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.