Sylt-Ost
Sylt-Ost war bis zur Gemeindereform eine eigene Gemeinde und gehört heute zu Sylt.
Die Gemeinde entstand zum Jahreswechsel 1969 auf 1970 im Zuge der Kommunalreform, gegen Widerstand aus der Bevölkerung. Zusammengelegt wurden die bis dahin selbstständigen Dörfer Archsum, Keitum, Morsum und Tinnum; dazu kam Munkmarsch, das vorher zu Keitum gehörte. Der Name war zunächst als Behelf gedacht, blieb dann aber. Auf den Ortstafeln stand lange Sylt-Ost in großer Schrift, später traten die alten Ortsnamen wieder in den Vordergrund.
Sitz der hauptamtlich verwalteten Gemeinde war Keitum, wo sie auch die Geschäfte des Amtes Landschaft Sylt führte. Seit 1973 galt Sylt-Ost als anerkannter Luftkurort, 2002 kam das Prädikat Nordseebad hinzu. Im selben Jahr erhielt die Gemeinde ein Wappen: fünf Sterne für die fünf Dörfer und einen Hering, der an den Heringsfang und an das Siegel der Sylter Landvogtei erinnert. Wichtigster Wirtschaftszweig war der Fremdenverkehr, während die Landwirtschaft bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die Haupteinnahmequelle gewesen war.
Ein Bürgerentscheid im Mai 2008 besiegelte den Zusammenschluss mit der Stadt Westerland zum 1. Januar 2009. Der neuen Gemeinde Sylt trat später auch Rantum bei. Damit endete Sylt-Ost nach 39 Jahren, die fünf Ortsteile bestehen als Dörfer fort.
Verwandte Einträge
Zu den Angaben
Zum Gründungsdatum gibt es zwei Angaben: die Wikipedia nennt den 31. Dezember 1969, die frühere Nordfriesland-Datenbank das Jahr 1970. Amtliche Kenndaten weist das Gemeindeverzeichnis für die aufgelöste Gemeinde nicht mehr aus. Für diese Seite gibt es keinen einzelnen Kartenpunkt, weil sie ein größeres Gebiet beschreibt.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Quedens 2000b.