Vollerwiek

Vollerwiek ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, im Südwesten von Eiderstedt, rund fünf Kilometer südlich von Garding. Auf 4,62 Quadratkilometern leben 201 Einwohner (Stand Ende 2025).

Vullerwick erscheint im 14. Jahrhundert erstmals in einer Urkunde. Die Deutung des Namens ist unklar, der Bestandteil Wiek verweist auf eine Bucht. Diese bestand, bis der Mühlenkoog im 13. oder 14. Jahrhundert bedeicht wurde. Das Gemeindegebiet setzt sich heute aus diesem Koog und dem Alten Westerkoog zusammen, nördlich schließen die Wattflächen am Purrenstrom an. Zu den Ortsteilen gehören Namen wie Altendeich, Blocksberg, Süderdeich und Spannbüllhörn.

Sankt Martin

Die Kirche wurde 1113 von Garding aus gegründet und ist überwiegend ein romanischer Backsteinbau, umgeben von seinem Friedhof. Der geschnitzte Klappaltar stammt aus der Zeit um 1460, die große Emporenkanzel von 1586. Ein Gemälde von 1613 auf der Empore zeigt Szenen aus Altem und Neuem Testament, dazu sind Gedenktafeln mit Bauernmalerei aus den Jahren 1759 bis 1779 erhalten. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude nach Westen erweitert, 1977 folgte eine vollständige Renovierung.

Einzelne Hofsiedlungen in einer weiten, flachen Marsch bestimmen das Bild der Gemeinde. Landwirtschaft trägt sie noch, doch seit dem Ende der 1960er Jahre ist der Fremdenverkehr die wichtigste Einnahme. Der Kaufmannsladen schloss Anfang der 1990er Jahre, geblieben sind einige Handwerksbetriebe. Am Landesschutzdeich im Süden liegt eine öffentliche Badestelle, an der auch ein Radrundweg vorbeiführt.

Zu den Angaben

Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Vollerwiek (Archivfassung 2019)
  2. Wikipedia: Vollerwiek
  3. Statistisches Bundesamt: Gemeindeverzeichnis, Gebietsstand 31.12.2025, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
  4. Lage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL