Bende Bendsen
Bende Bendsen, geboren 1787 in Risum, gestorben 1875 in Ærøskøbing, war Lehrer, friesischer Sprachforscher und Dichter.
Auf eine feste Lehrerstelle kam er nie und verdiente sein Brot mühsam als Haus- und Privatlehrer auf der dänischen Insel Ærø. Dort wandte er auch das Verfahren des Schweizers Franz Anton Mesmer an, Krankheiten durch Magnetfelder und Handauflegen zu heilen, und behandelte mehrere Kranke. Bleibende Bedeutung hat aber seine Arbeit an der eigenen Muttersprache.
Mit ihm beginnt die wissenschaftliche Arbeit am Nordfriesischen, und für das Festland schuf er eine Schriftsprache. Seine Grammatik lobten der dänische Sprachwissenschaftler Rasmus Rask und der Begründer der Germanistik Jacob Grimm. Gedruckt wurde sie erst 1860 in Leiden, herausgegeben vom Sprachforscher Matthias de Vries, nachdem Grimm sich dafür ausgesprochen hatte. Beschrieben ist darin die Mundart der Bökingharde, die als Mooring bezeichnet wird; auch eine Rechtschreibung für das Frasch entwickelte er.
Mehrere seiner friesischen Gedichte sind bis heute bekannt und beliebt, dazu übertrug er Märchen ins Friesische. Für die friesische Literatur des Festlands gilt er als der erste Dichter. Eine Ausgabe seiner friesischen und deutschen Gedichte erschien 1976 in Risum.
Zu den Angaben
Die Lebensdaten folgen der Wikipedia und der früheren Nordfriesland-Datenbank. Die Infobox nennt keinen Sterbeort, weil er in den Kenndaten der alten Datenbank fehlt; Archivnotiz und Wikipedia geben Ærøskøbing an. Die Fertigstellung der Grammatik wird auf 1817 bis 1824 beziehungsweise auf 1824 datiert. Diese Seite ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der alten Datenbank.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Tony Feitsma und Ommo Wilts (Hrsg.): Bende Bendsen (1787-1875). Grammatiker und Magnetiseur. Mit einem Anhang seiner Märchenübersetzungen, Kiel/Amsterdam 1990.