Ferdinand Zacchi

Ferdinand Zacchi, geboren 1884 in Wyk/Föhr, gestorben 1966 in Wyk, war Redakteur und Schriftsteller.

Zacchi stammte aus kleinen Verhältnissen und war ein Enkel italienischer Einwanderer in Tondern. In Wyk begann er eine Lehre als Buchdrucker, ging danach auf Wanderjahre und arbeitete ab 1911 als Journalist. Als Redakteur war er in Suhl, Lübeck, Bordesholm und Neumünster tätig und stieg zum Chefredakteur des Holsteinischen Courier auf. Von 1932 bis 1945 leitete er einen Fachverlag für norddeutsche Kultur, Landeskunde, Geschichte und niederdeutsche Sprache. Nach 1945 lebte er als freier Schriftsteller auf Föhr.

Plattdeutsches

Ein großer Teil seines Werks gehört zur niederdeutschen Literatur. Von 1919 bis 1941 gab Zacchi die Wochenzeitung Plattdütsche Klock heraus, in Lübeck war er Mitgründer der Plattdüütschen Volksgill. Zwischen 1920 und 1926 erschienen mehrere plattdeutsche Bände, darunter Hillig is din Modersprak, Klaar Kimming und De ole Klang.

Romane aus dem Geist der Zeit

Sein erster Roman schilderte den deutsch-dänischen Abstimmungskampf nach dem Ersten Weltkrieg und erlebte bis 1936 drei Auflagen. Schon dieses Buch war von einer deutsch-völkischen Volkstumsideologie getragen, in der sich echtes Friesentum in deutscher Gesinnung erfüllen sollte. Das letzte Buch, Volk an der See, erschien 1934 im Zentralverlag der NSDAP, dem Franz-Eher-Verlag, und nahm den Bau des Hindenburgdamms zum Thema. Befreundet war Zacchi mit dem völkischen Schriftsteller Gustav Frenssen.

Zu den Angaben

Die Lebensdaten folgen der Wikipedia und der früheren Nordfriesland-Datenbank. Zum Sterbetag nennen die Quellen zwei Angaben: die frühere Nordfriesland-Datenbank den 29. September 1966, die Wikipedia den 19. September 1966. Mit vollem Namen erscheint er in Nachschlagewerken als Wilhelm Ferdinand Zacchi. Diese Seite ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der alten Datenbank.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Zacchi, Ferdinand (Archivfassung 2018)
  2. Wikipedia: Ferdinand Zacchi

Weiterführende Literatur

  • Jakob Tholund: Eilunsfresken - Inselfriesen, Bräist/Bredstedt 1995, S. 57.