Geestrand
Geestrand ist die Linie, an der die höher gelegene Geest in die flache Marsch übergeht.
Nordfriesland besteht aus zwei sehr verschiedenen Landschaften. Im Osten liegt die Geest, ein sandiger Rücken aus den Eiszeiten, der einige Meter über dem Meeresspiegel bleibt. Im Westen schließt die Marsch an, ebenes Land aus Schlick, das das Meer aufgetragen hat. Zwischen beiden verläuft der Geestrand, oft als sanfte Stufe im Gelände erkennbar.
Vor den ersten Deichen war diese Linie die Küste. Schwere Sturmfluten liefen bis an den Geestrand und setzten die Marsch dahinter unter Wasser. Alte Dörfer und Kirchen stehen deshalb häufig genau auf dieser Kante, weil dort der Boden trocken und trotzdem das Marschland in Reichweite lag. Auch Burgen und erhöhte Wege suchten die Nähe des Geestrandes.
Nach dem Gefälle vom Geestrand zur Küste hin richtet sich bis heute die Entwässerung. Vor der Küste liegen mit Sylt, Föhr und Amrum Geestinseln, also Reste derselben eiszeitlichen Ablagerungen, die das Meer vom Festland getrennt hat. Dazwischen hat sich die Marsch gebildet, in der später die Köge entstanden.
Zu den Angaben
Zu diesem Eintrag gibt es keine Archivfassung der früheren Nordfriesland-Datenbank und keinen Wikipedia-Artikel. Die Beschreibung stützt sich auf die Lage, wie sie in den Koog- und Ortsartikeln dieses Nachschlagewerks belegt ist. Dieser Eintrag ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der früheren Nordfriesland-Datenbank.