Dörns
Dörns ist die Wohnstube des friesischen Hauses, die neben der Küche liegt und von dort beheizt wurde.
Im utlandfriesischen Haus trennt ein schmaler Querflur den Wohnteil vom Wirtschaftsteil. Auf der Wohnseite liegt zuerst die Küche mit offener Feuerstelle, Backofen und Nebenherd, daneben die Speisekammer. Über dem Kriechkeller folgen die Kellerstube und der Pesel, die gute Stube. Von dort gelangt man in die Dörns, in der die Familie ihren Alltag verbrachte. In die Wände eingelassen waren Schränke und mehrere Schlafstellen, die Alkoven.
Wärme ohne Rauch
Geheizt wurde die Stube mit einem Bilegger, der an der Wand zur Küche stand. Befeuert wurde er von der Küche aus, sodass der Rauch durch den Küchenschornstein abzog und die Stube rauchfrei blieb. Die Ofenplatte, die in den Wohnraum zeigte, trug meist Reliefs mit biblischen Szenen. Wo es die Mittel erlaubten, waren die Wände zusätzlich mit niederländischen Fliesen verkleidet.
Wie so eine Stube ausgesehen hat, zeigt ein Gemälde von Carl Ludwig Jessen aus dem Jahr 1866, das eine Dörns in Klockries darstellt und heute im Museumsberg Flensburg hängt. Auch in anderen Bildern des Malers kehren die Stuben und Küchen der Region wieder.
Zu den Angaben
Die Schreibweise wechselt zwischen Dörns und Döns. Die frühere Nordfriesland-Datenbank hatte für diesen Eintrag eine Seite geplant, aber nie gefüllt; die Angaben stammen deshalb aus ihren Beschreibungen des utlandfriesischen Hauses und des Bileggers. Dieser Eintrag ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der früheren Nordfriesland-Datenbank.