Sieversflether Koog
Der Sieversflether Koog ist ein Koog zwischen Osterhever und Uelvesbüll im Kreis Nordfriesland.
Sieversfleth bedeutet so viel wie Wasserlauf des Sievert. Der Koog füllt eine frühere Bucht zwischen Osterhever und Uelvesbüll, in der sich rasch neuer Anwachs bildete. So heißt das Land, das vor dem Deich aus abgelagertem Schlick entsteht.
Ein Deich auf Befehl
Die Landesherrschaft wollte das Neuland gewinnen, die Menschen vor Ort zeigten dagegen wenig Interesse. Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf ordnete den Deichbau deshalb an. Vor allem die Leute aus Oldenswort arbeiteten nur widerwillig mit. Nachlässige Arbeit und fehlende Sicherungen führten 1601 zu schweren Schäden am frisch errichteten Deich. Ausgebessert und vervollständigt wurde er erst knapp zehn Jahre später unter Generaldeichgraf Johann Claussen Rollwagen.
Ein Koog für das Wasser
Die Entwässerung blieb lange ein Problem, an Landwirtschaft war kaum zu denken. 1617 entschied man sich deshalb für einen Speicherkoog. Den am tiefsten gelegenen Teil trennte man ab und nutzte ihn, um das abfließende Wasser aufzunehmen und den Wasserstand zu regeln. Passend dazu erhielt er den Namen Wasserkoog.
Verwandte Einträge
Zu den Angaben
Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Der Punkt auf der Karte markiert den Mittelpunkt der Gemeinde Osterhever, nicht den Koog selbst.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Hans Hinrichs: Zur Geschichte der Bedeichung des Sieversflether Kooges im Kirchspiel Tetenbüll. In: JbNfV 10 (1923), S. 33-43.
- Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5