Bramstedtlund

Dänisch: Bramstej

Bramstedtlund ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, im äußersten Nordosten des Kreises unmittelbar an der Grenze zu Dänemark, etwa zehn Kilometer von Leck entfernt. Auf 13,85 Quadratkilometern leben 225 Einwohner (Stand Ende 2025).

Das Gemeindegebiet liegt auf der Lecker Geest, einem Teilraum der schleswigschen Geest. Der Name wird als Hain oder dichtes Gehölz von Bramstedt gedeutet, wobei Bramstedt selbst die Wohnstätte eines Bram bezeichnet. Eine Urkunde von 1492 nennt zuerst die Form Bramstede, im 16. Jahrhundert folgt Bramstedelundt. Auf frühe Anwesenheit von Menschen deutet ein Friedhof aus der vorrömischen Eisenzeit.

Torfkohle und Wappen

Über Jahrhunderte wurde in der moorigen Umgebung Torf gestochen und zu Torfkohle verkohlt, mit der man Raseneisenerz verhüttete. Daran erinnert der rauchende Meiler im Gemeindewappen. Die zwölf schrägen Felder darin stehen für die früheren Hufenstellen, die drei Pflugeisen für drei Festestellen. Kirchlich gehörte der Ort zum Kirchspiel Ladelund in der Karrharde, und 1873 wurde er auch politisch dorthin eingegliedert. Erst 1954 wurden Bramstedt und Bramstedtfeld gemeinsam als Bramstedtlund wieder selbständig.

Neben dem Dorf gehören der Einzelhof Gassebro, die Streusiedlung Bramstedtfeld und ein Teil von Neupepersmark zum Gemeindegebiet. Ältere Bewohner sprechen noch Sønderjysk, die dänische Mundart der Region. Landwirtschaft trägt den Ort, dazu einige Handwerksbetriebe. An der Gemeindegrenze nach Ladelund steht eine Aufklärungsstellung der Bundeswehr, deren Kreisgruppenantenne einen Außendurchmesser von 410 Metern hat. Der Erfassungsbetrieb begann dort 1995.

Verwandte Einträge

Zu den Angaben

Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Die alte Nordfriesland-Datenbank führte den Ort unter der Schreibweise Brahmstedtlund. Amtlich heißt die Gemeinde Bramstedtlund. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Bramstedtlund (Archivfassung 2019)
  2. Wikipedia: Bramstedtlund
  3. Statistisches Bundesamt: Gemeindeverzeichnis, Gebietsstand 31.12.2025, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
  4. Lage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

Weiterführende Literatur

  • Schleswig-Holstein Topographie, HN 23. 3. 2002.