Humptrup

Humptrup ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, am Westrand der Lecker Geest unmittelbar an der Grenze zu Dänemark. Auf 16,99 Quadratkilometern leben 756 Einwohner (Stand Ende 2025).

Die Gemeinde reicht weit über das Kirchdorf hinaus. Zu ihr gehören die Dörfer Grellsbüll, Kahlebüll und Krakebüll, die Höfesiedlungen Flützholm, Haasberg, Hattersbüllhallig und Süderdürhus sowie die Streusiedlungen Gotteskoog und Humptrup-Feld. Eine Exklave am Haasberger See liegt noch weiter nördlich, direkt an der Landesgrenze und am Lauf der Süderau. Zu einer größeren Landgemeinde wuchs der Ort 1875, als Grellsbüll, Kahlebüll und Krakebüll eingegliedert wurden.

Das älteste Kirchenbauteil des Landes

In Humptrup kam der Rähmbalken einer hölzernen Kirche zum Vorschein, verziert im Urnes-Stil und in die Zeit zwischen etwa 1050 und 1120 datiert. Damit handelt es sich um das älteste erhaltene Bauteil einer Kirche im heutigen Schleswig-Holstein. Der Fund belegt, dass hier lange vor den ersten schriftlichen Nachrichten eine Kirchengemeinde bestand.

Schriftlich fassbar ist der Ortsname erst 1462. Er setzt sich aus dem Rufnamen Hune oder Humpi und der Endung -trup zusammen, die auf altdänisch thorp für Dorf zurückgeht. Für Humpi wird ein Zusammenhang mit dem dänischen humpe für humpeln vermutet.

Die Grenzlage zeigt sich im Alltag: In der Gemeinde arbeiten eine dänische Schule und ein dänischsprachiger Kindergarten. Erreichbar ist das Dorf über Kreisstraßen von Braderup und von Süderlügum aus, wo auch der nächste Bahnhalt an der Strecke nach Tondern liegt. Die Streusiedlung Gotteskoog gehört zum Niederungsgebiet des Gotteskoogs, der im 16. Jahrhundert eingedeicht wurde.

Zu den Angaben

Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Die alte Nordfriesland-Datenbank schrieb den Namen Humtrup, was der dänischen Schreibweise entspricht. Der Pfad dieser Seite folgt deshalb weiter dieser Form. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.

Quellen

  1. Wikipedia: Humptrup
  2. Statistisches Bundesamt: Gemeindeverzeichnis, Gebietsstand 31.12.2025, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
  3. Lage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL