Klixbüll
Klixbüll ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, am Rand der Lecker Geest nordöstlich von Niebüll. Auf 17,44 Quadratkilometern leben 1.046 Einwohner (Stand Ende 2025).
Die St.-Nikolaus-Kirche entstand um 1100 und war um 1460 eine der Hauptkirchen der Karrharde. An ihrem Turm sitzen Flutmarken der Allerheiligenflut von 1532 und der Burchardiflut von 1634. Zuletzt wurde der Bau 2010 restauriert. Gleich daneben steht auf einem Hügel das älteste Gebäude des Dorfes, der Kern des früheren Gutes Klixbüllhof.
Deichlinie von 1466
Klixbüll liegt beidseits des Übergangs von der Lecker Geest, einer flachen Sanderfläche, zur Nordfriesischen Marsch. Weil die große Sanderinsel Risummoor das Land nach Westen deckte, gehörte die Marsch hier zu den ersten eingedeichten Flächen im heutigen Kreisgebiet. 1466 zogen die Anwohner einen Deich und machten ihr Land damit deichfest. Die Bundesstraße 5 folgt heute dieser alten Linie. Der Westen des Dorfes wurde erst 1566 mit der Eindeichung des Gotteskoogs gesichert.
Das Geestland im Norden diente bis 1723 als Allmende, also als gemeinschaftlich genutzte Weide. Vor 1466 wuchs Klixbüll am Außendeich zunächst als Geestdorf, danach als Marschhufendorf, bei dem sich die Höfe mit ihren Streifen hintereinander an der Deichlinie aufreihen.
Güter und Ortsteile
Im Gemeindegebiet lagen die adligen Güter Klixbüllhof und Karrhardehof. Zweiggüter von Klixbüllhof bestanden in Bosbüll, Karlum, Tinningstedt und bei Leck, woraus eine bis heute enge Verbindung der Nachbargemeinden erwuchs. Zu den weiteren Siedlungen gehören Klixbüllkirche, Klixbüllfeld, Wraagaard, Flühe, Kathal, Rückenstadt und Buttersbüll.
1352 taucht der Ortsname erstmals in einer Urkunde auf, in Kirchenlisten findet er sich schon um 1300. Im Dreißigjährigen Krieg errichteten schwedische Truppen im Dorf einen Pulverturm, der später zerstört wurde; an seiner Stelle stand bis 1955 eine Gaststätte gleichen Namens, und noch heute heißt die Kreuzung der beiden Bundesstraßen danach. Seit 2023 arbeitet südlich des Ortes das Umspannwerk Klixbüll Süd, das den Windstrom der Region in eine 380-Kilovolt-Leitung und weiter nach Dänemark einspeist.
Zu den Angaben
Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.