Langenhorn

Langenhorn ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, am Geestrand über dem Sterdebüller Alten Koog. Auf 47,40 Quadratkilometern leben 3.341 Einwohner (Stand Ende 2025).

Über 6,5 Kilometer zieht sich Langenhorn als Straßendorf am Übergang der Bredstedt-Husumer Geest zur Marsch hin. Den Untergrund bilden die nordwestlichen Ausläufer des Stollbergs. Nördlich des Ortskerns weitet sich die Marsch nach Osten und bildet dort den Langenhorner Alten Koog. Auf den Geesthängen liegt das Naturschutzgebiet Bordelumer Heide und Langenhorner Heide mit Umgebung, das in Teilen artenreiche Wald- und Heideflächen bewahrt. Seit 2005 ist die Gemeinde anerkannter Erholungsort.

1352 wird der Ort erstmals urkundlich genannt. Wie wichtig er für die Umgebung war, zeigt das Marktrecht: Ab 1681 durfte Langenhorn dreimal im Jahr einen Vieh-, Pferde- oder Krammarkt abhalten. Bis zum Ende des Deutsch-Dänischen Krieges war das Dorf zentraler Ort des gleichnamigen Kirchspiels in der Nordergoesharde. Unter preußischer Verwaltung entstand daraus eine Kirchspielslandgemeinde mit den Dorfschaften Loheide, Mönkebüll, Oster- und Wester-Langenhorn sowie der Siedlung Efkebüll, die 1306 als Wfkæbøl erwähnt wurde und Siedlung des Öveke bedeutet. Im Dezember 1934 ging das Ganze in die heutige Gemeinde über.

St. Laurentius

Die Kirche wurde um 1240 errichtet. 1684 begann die Erneuerung des Innenraums, aus den Jahren danach stammen Altar, Taufbecken und Kanzel. 1721 und 1722 erhielt der gotische Kern einen quadratischen Anbau im Süden, 1759 wurde der Ostteil verlängert und 1838 neu verblendet, wobei eine mechanische Kanzeluhr hinzukam. Die Orgel von 1761 baute Johann Daniel Busch; gestiftet hat sie ein in Langenhorn geborener Mann, der als Seneca Inggersen in Ostindien zu Vermögen kam. Kassettendecke, Holzpaneele und Gestühl gehören seit 1898 dazu.

Friedrich Paulsen

Der Pädagoge Friedrich Paulsen stammte aus dem Dorf. Im September 2012 wurde ihm zu Ehren ein Denkmal eingeweiht, und der Marktplatz in West-Langenhorn heißt seither Friedrich-Paulsen-Platz. Schräg gegenüber der Kirche steht dort die Alte Schmiede aus dem 18. Jahrhundert, die später einen Beschlagraum als Anbau erhielt.

Wirtschaftlich trägt sich die Gemeinde durch Handwerk, Dienstleistung und Landwirtschaft, dazu kommt die Erzeugung erneuerbarer Energie. Im Ortsteil Mönkebüll sitzt ein Hersteller von Fenstern und Türen, im Langenhorner Alten Koog entstanden ein Bürgerwindpark und eine Biogasanlage. Gegen acht geplante Windkraftanlagen vor West-Langenhorn gründete sich 2009 eine Bürgerinitiative, die sich nicht durchsetzte. Die Bundesstraße 5 und die Landesstraße 13 kreuzen sich in Mönkebüll, und an der Marschbahn halten alle Züge der Linie nach Hamburg.

Zu den Angaben

Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.

Quellen

  1. Wikipedia: Langenhorn (Nordfriesland)
  2. Statistisches Bundesamt: Gemeindeverzeichnis, Gebietsstand 31.12.2025, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
  3. Lage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL