Nordergoesharde

Die Nordergoesharde ist eine der beiden Goesharden im mittleren Nordfriesland. Ihre Tingstätte, also der Gerichtsplatz, lag bei Breklum.

Die Landschaft umfasst die Stadt Bredstedt, die Gemeinde Reußenköge und die Gebiete der früheren Ämter Stollberg und Bredstedt-Land. Dazu kommt der Teil des Amtes Viöl, der nördlich der Arlau liegt. Historisch gehörte die Harde zum Istathesyssel, einem größeren Verwaltungsraum des mittelalterlichen Dänemark.

Bis zur Gründung der preußischen Provinz Schleswig-Holstein im Jahr 1867 war die Nordergoesharde ein Verwaltungsbezirk innerhalb der Ämter und Harden in Schleswig. Der Name grenzt sie von der Südergoesharde ab, die südlich der Arlau lag. Die Arlau bildete lange die Grenze zwischen dem königlich und dem herzoglich verwalteten Teil des Landes.

Zur Harde gehört auch ein Teil der jungen Marschen an der Küste, die erst durch Bedeichung entstanden. Beispiele sind der Desmerciereskoog und der Sophie-Magdalenen-Koog in den Reußenkögen. Wie sich Geest und Marsch hier begegnen, beschreibt der Eintrag zur Marsch.

Zu den Angaben

Für diese Seite gibt es keinen einzelnen Kartenpunkt, weil sie ein größeres Gebiet beschreibt.

Quellen

  1. Wikipedia: Nordergoesharde