Lütjenholm
Friesisch: Läitjholem
Lütjenholm ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, auf der Schleswiger Vorgeest rund acht Kilometer nordöstlich von Bredstedt. Auf 10,71 Quadratkilometern leben 338 Einwohner (Stand Ende 2025).
Der Name bedeutet kleine Erhebung, und genau so liegt das Dorf: auf der Vorgeest, kurz vor dem Übergang in die Marsch des Bargumer Kooges. Im Norden bildet die Soholmer Au die Grenze der Gemarkung, im Westen die Kleine Au. Urkundlich erscheint Lutkeholm im 15. Jahrhundert. Zum Gemeindegebiet gehören außerdem Megelberg und Lütjenholmfeld.
Steinzeit und Eisenverhüttung
Klingen, Querschneiden und andere Steinwerkzeuge verweisen auf eine Siedlung der Mittelsteinzeit. Keramikscherben belegen eine weitere Siedlung in der vorrömischen Eisenzeit. Einige Eisenschlacken lassen darauf schließen, dass auf Lütjenholmer Gebiet Eisen verhüttet wurde.
Bis zum Deutsch-Dänischen Krieg gehörte der Ort zum Kirchspiel Breklum in der Nordergoesharde, 1934 wurde er eine eigene Landgemeinde. Kirchlich ist die Bindung dorthin geblieben, Kindergarten und Schule liegen in Langenhorn. Die Landwirtschaft nutzt den größten Teil der Fläche, dazu kamen lange Arbeitsplätze in einem Materiallager der Bundeswehr auf dem Nachbargebiet. Die Landschaft ist vergleichsweise dicht bewaldet; als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind die Lütjenholmer Heidedünen. Eine Vollkanalisation mit Klärwerk nahm die Gemeinde 1999 in Betrieb.
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Zu den Angaben
Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Die frühere Nordfriesland-Datenbank ordnet Lütjenholm dem Amt Bredstedt-Land zu, das es nach den Gemeindereformen nicht mehr gibt. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Schleswig-Holstein Topographie, HN 15.7.2005.