(Nis) Albrecht Johannsen

(Nis) Albrecht Johannsen, geboren 1888 in Deezbüll, gestorben 1967 in Deezbüll, war Lehrer, Schulrat und friesischer Schriftsteller.

Johannsen war ein Sohn von Nis Albrecht Johannsen und wurde im 20. Jahrhundert eine der zentralen Gestalten der friesischen Sache in Nordfriesland. Als 1921 im Nordfriesischen Verein eine junge Gruppe auf Veränderung drängte, zählte er zu ihr.

Für den Unterricht in friesischer Sprache legte er wesentliche Grundlagen. 1926 gab er mit Katharina Ingwersen ein Lesebuch für das festlandsfriesische Gebiet heraus. Die Arbeit am Nordfriesischen Wörterbuch übernahm er, nachdem Julius Tedsen gestorben war. Als der Verein in der Zeit des Nationalsozialismus gleichgeschaltet wurde, zog er sich von ihm zurück. 1948 gehörte er in Bredstedt zu den Gründern des Vereins Nordfriesisches Institut.

Neben volkskundlichen Arbeiten schrieb er friesischsprachige Texte, vor allem Gedichte. Von ihm stammt auch der Text der Hymne, die nach den Farben der friesischen Fahne benannt ist. Unter den Dichtern in festlandsfriesischer Sprache gilt er als der bedeutendste. Seine eigene Haltung fasste er einmal in den Satz: "Ein Heimatmensch darf den Blick in die Welt nicht verlieren."

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Zu den Angaben

Die Lebensdaten folgen der früheren Nordfriesland-Datenbank. Der Vorname erscheint in den Quellen auch als Nis Albrecht, wie beim Vater. Einen Wikipedia-Artikel gibt es nicht. Diese Seite ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der alten Datenbank.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Johannsen, (Nis) Albrecht (Archivfassung 2018)

Weiterführende Literatur

  • Thomas Steensen: Die friesische Bewegung in Nordfriesland im 19. und 20. Jahrhundert (1879-1945), 2 Bände, Neumünster 1986.