Nis Albrecht Johannsen
Nis Albrecht Johannsen, geboren 1855 in Klockries, gestorben 1935 in Flensburg, war Volksschullehrer und friesischer Schriftsteller.
Die Volksschule besuchte Johannsen in Klockries, dazu eine Nebenschule in Trollebüll; danach folgte das Lehrerseminar in Tondern, das er von 1876 bis 1879 durchlief. Unterrichtet hat er in Wester-Schnatebüll, in Klixbüll und ab 1885 in Deezbüll, wo zum Lehramt das Küsteramt kam. Krankheit führte 1904 zur Pensionierung, und er zog nach Flensburg.
Von dort an schrieb er. Es entstanden Gedichte und Erzählungen in seiner friesischen Muttersprache, der Mundart der Bökingharde, dazu kulturhistorische Aufsätze auf Hochdeutsch. Die Erzählungen zeichnen Sitten und Leben im alten Nordfriesland; einige Gedichte gelten als die schönsten in festlandsnordfriesischer Sprache. Seine wichtigste Aufgabe sah er darin, die friesische Sprache zu bewahren. 1930 erschien in Husum der Sammelband "Üt Mjarsch en Maure".
Sein Nachlass liegt heute beim Nordfriisk Instituut, gemeinsam mit dem seines Sohnes Albrecht Johannsen, der ebenfalls friesisch schrieb und in der friesischen Bewegung wirkte.
Zu den Angaben
Die Lebensdaten folgen der Wikipedia und der früheren Nordfriesland-Datenbank. Zu unterscheiden ist er von seinem Sohn, der als Albrecht Johannsen ebenfalls einen Eintrag hat. Diese Seite ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der alten Datenbank.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Nis Albrecht Johannsen (1855-1935), Husum 1967.