Köge

Köge sind eingedeichte Flächen der Marsch, die dem Meer durch Landgewinnung abgenommen wurden.

Ein Koog entsteht nicht durch Abpumpen, sondern durch Warten und Deichbau. Die Flut bringt Schlick mit und lässt ihn im ruhigen Wasser liegen, bis das Vorland hoch genug aufgeschlickt ist und Salzwiesenpflanzen trägt. Erst dann lohnt der Deichschluss. Weil der Untergrund aus Meeresablagerungen besteht, sind die Böden fruchtbar, und weil ein Deich sie schützt, ist darauf Ackerbau möglich. Auf den nicht bedeichten Halligen bleibt es dagegen bei Vieh- und Weidewirtschaft.

In der Marsch zwischen Eider und der dänischen Grenze liegen deshalb die Köge in Reihen hintereinander, jede Reihe eine Generation Landgewinnung. Wer einen Koog gewinnen wollte, brauchte im Herzogtum Schleswig ein Oktroy, also das landesherrliche Recht zur Eindeichung. Diese oktroyierten Köge bildeten ab dem 17. Jahrhundert eigene Gerichts- und Polizeibezirke und blieben damit außerhalb der Harden, bis eine Verordnung von 1853 sie wieder einfügte.

Die Geldgeber wechselten über die Jahrhunderte: Landesherren, Handelsgesellschaften, einzelne Unternehmer und schließlich Genossenschaften der beteiligten Bauern. Als letzte auf genossenschaftlicher Grundlage vorgenommene Eindeichung gilt der Sönke-Nissen-Koog, dessen Bauarbeiten 1924 begannen. Die einzelnen Köge mit Jahr, Fläche und Lage stehen in der Rubrik Köge.

Zu den Angaben

Für den Begriff Koog gibt es keinen deutschen Wikipedia-Artikel, und die alte Nordfriesland-Datenbank hatte für diese Seite keinen Text. Der bei den Quellen verlinkte Wikipedia-Eintrag Køge betrifft eine dänische Hafenstadt und gehört nicht hierher. Die Angaben stützen sich auf die Quellen der einzelnen Koogseiten. Dieser Eintrag ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der früheren Nordfriesland-Datenbank.