Wappen
Wappen ist ein schildförmiges Zeichen, mit dem sich Personen, Familien, Gemeinden oder ganze Länder kenntlich machen.
Vorbild des Wappens ist der Schild des Mittelalters. Daher stammen auch die Merkmale, die bis heute gelten: wenige Farben, starke Kontraste und stark vereinfachte Figuren. Das Wort kommt aus dem Mittelniederländischen und bedeutete zunächst dasselbe wie Waffe oder Rüstung; erst im 16. Jahrhundert trennten sich die Bedeutungen. Entstanden sind Wappen im 12. Jahrhundert im Hochadel des heutigen Frankreich und England und verbreiteten sich von dort über ganz Europa.
Eine eigene Fachsprache für die knappe Beschreibung entstand im 13. Jahrhundert in England und in Frankreich. Aus dieser Blasonierung ging die Heraldik als Wissenschaft hervor. Geführt wurden Wappen nicht nur vom Adel: Auch Städte, Zünfte, Bruderschaften, Geistliche und einzelne Familien benutzten sie, und dasselbe Zeichen konnte gleichzeitig eine Person, ihre Familie und ihren Lehnsherrn darstellen. In den drei Jahrzehnten nach 1950 war das Interesse an den Zeichen der Gemeinden in Deutschland auffallend groß, und viele Kommunen änderten damals ihr Wappen.
Wappen in Nordfriesland
Auf der gold-rot-blauen Fahne Nordfrieslands erscheint häufig das Nordfriesen-Wappen, nicht selten zusammen mit dem Wahlspruch Lewer duad üs Slaav. Dieser Spruch hat auch in das Wappen des Kreises Eingang gefunden. Auf Sylt wird statt des Wappens oft der Sylter Hering mit dem Wort Rüm Hart, klaar Kiming gezeigt. Wie sich der Kreis Nordfriesland gebildet hat, steht in einem eigenen Eintrag.
Zu den Angaben
Eine Archivfassung des Eintrags aus der früheren Nordfriesland-Datenbank ist nicht erhalten. Der verlinkte Wikipedia-Artikel erklärt den Begriff allgemein und nicht das nordfriesische Wappen. Dieser Eintrag ist neu geschrieben und übernimmt keine Formulierungen aus der früheren Nordfriesland-Datenbank.