Großer Kohldammer Koog
Friesisch: Grute Kooldoomer Kuuch
Der Große Kohldammer Koog ist ein Koog zwischen Risum-Lindholm, Leck und Stedesand im Kreis Nordfriesland.
Schon im 15. Jahrhundert zog man einen Deich von Risum nach Stedesand. Damit waren die Salzwiesen zwischen Risum und Leck nicht mehr jeder Flut ausgesetzt. Aus diesem Land wurde der Große Kohldammer Koog.
Später trennten Binnendeiche entlang der Lecker Au einzelne Teile ab. So entstanden der Schnatebüller Koog und der Hundebüller Koog.
Lange ein nasser Koog
Das Binnenwasser ließ sich über Jahrhunderte nicht richtig ableiten. Immer wieder stand der Koog unter Wasser, weite Flächen taugten nur zum Heumachen. Befestigte Wege gab es kaum, und der Besitz war in viele kleine Stücke zersplittert. Erst die Flurbereinigung der 1950er Jahre, bei der die Flächen neu geordnet wurden, brachte einen spürbaren wirtschaftlichen Aufschwung.
Verwandte Einträge
Zu den Angaben
Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Die Infotafel im Marschenpark Niebüll nennt als Deichbaujahr 1446, die frühere Nordfriesland-Datenbank ein anderes Jahr. Solange der Widerspruch offen ist, steht hier keine Jahresangabe. Der Punkt auf der Karte markiert den Mittelpunkt der Gemeinde Risum-Lindholm, nicht den Koog selbst.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5