Störtewerker Koog

Friesisch: Störtewärkskuuch

Der Störtewerker Koog ist ein Koog in der Gemeinde Stedesand im Kreis Nordfriesland, bedeicht im Jahr 1551.

Der Störtewerker Koog gehört heute zur Gemeinde Stedesand und grenzt im Süden an die Soholmer Au. Bis zum 1. Februar 1974 war er eine eigene Gemeinde. Mitten im Koog liegt die frühere Hallig Trollebüll.

Ein Name aus dem Deichbau

Der Name ist ein Fachbegriff. Ein Störtewerk war beim Deichbau eine Leistungseinheit: eine festgelegte Zahl von Sturzkarren, die mit Erde beladen werden mussten. Viele davon brauchte man für diesen Deich. Er führte über die Ausläufer des Bottschlotter Tiefs von Efkebüll bis zum Kohldammer Koog.

Ein Deich, zwei Herren

Der Deich lief durch zwei Herrschaftsgebiete. Im Norden schützte er den Störtewerker Koog, der zum Herzogtum Gottorf gehörte. Der südliche Teil unterstand dem dänischen König. Um ihn gab es lange Streit, bis er als eigener Koog verwaltet wurde, je nach Sichtweise als Langenhorner Neuer Koog oder als Neuer Störtewerker Koog.

Sicher war der Deich nicht. Er brach so oft, dass man gut zwei Jahrzehnte später einen weiteren Deich davor legte, den des Waygaarder Kooges.

Verwandte Einträge

Zu den Angaben

Belegt ist das Bedeichungsjahr (Titel der Sielverbands-Chronik Störtewerkerkoog 1551-2001). Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Zum Jahr: Die Wikipedia nennt 1544 als Abschluss der Eindeichung. Die Chronik des Sielverbands trägt den Titel Störtewerkerkoog 1551-2001 und rechnet damit ab 1551, ebenso die frühere Nordfriesland-Datenbank. Der Punkt auf der Karte stammt aus dem Verbandsgebiet des Sielverbands im Anlagenverzeichnis des Landes und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen des Kooges.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Störtewerker Koog (Archivfassung 2011)
  2. Wikipedia: Störtewerkerkoog
  3. Land Schleswig-Holstein: Anlagen- und Deichverzeichnis (AWGV), Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Weiterführende Literatur

  • Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5