Westerbüllkoog

Der Westerbüllkoog ist ein Koog südlich der Nehrung von Koldenbüttel im Kreis Nordfriesland.

Südlich des Sandwalls von Koldenbüttel verläuft ein alter, längst zugeschlickter Arm der Eider. An ihm haben sich die Deiche des Westerbüllkooges erhalten, zusammen mit denen des Drandersumkooges, des Badenkooges und des Wallsbüller Kooges.

Ein unsicheres Alter

Diese Deichreste stammen nach küstenarchäologischer Einschätzung wohl aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Teilweise lehnten sich die Deiche an die Koldenbütteler Nehrung an und nutzten damit eine natürliche Erhebung als Rückhalt. Wie weit die Bedeichung bereits vor der Sturmflut von 1362 reichte, ist nicht geklärt.

Auf den Wattflächen, die 1362 entstanden, wuchs in den folgenden Jahrhunderten neue Marsch auf. Die Umrisse der alten Teilköge sind im heutigen Gelände kaum noch nachzuvollziehen, und von den Deichen ist nur wenig übrig.

Zu den Angaben

Kenndaten erscheinen hier nur, wenn eine frei zugängliche Quelle sie stützt. Weitere Werte aus der früheren Nordfriesland-Datenbank werden derzeit mit dem Standardwerk von Harry Kunz und Albert Panten abgeglichen. Zum Alter: Die Küstenarchäologie datiert die erhaltenen Deichreste nur vorsichtig und lässt ausdrücklich offen, ob der Koog schon vor der Sturmflut von 1362 bedeicht war. Ein Bedeichungsjahr ist damit nicht belegt. Der Punkt auf der Karte markiert den Mittelpunkt der Gemeinde Koldenbüttel, nicht den Koog selbst.

Quellen

  1. Dirk Meier: Die Bedeichung der Nordt Eyder, Eiderstedt. 2007, S. 237 (Küstenarchäologie.de)

Weiterführende Literatur

  • Harry Kunz, Albert Panten: Die Köge Nordfrieslands. Bredstedt 1997, ISBN 3-88007-251-5