Ahrenviölfeld

Ahrenviölfeld ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, an der östlichen Kreisgrenze, rund vier Kilometer südöstlich von Viöl. Auf 7,29 Quadratkilometern leben 223 Einwohner (Stand Ende 2025).

Als Feld von Ahrenviöl ist der Ort auf einem Messtischblatt von 1880 verzeichnet, besiedelt wurde er nach anderer Angabe schon ab 1847. Bis 1934 gehörte er als Teil der Dorfschaft Ahrenviöl zur Kirchspielslandgemeinde Schwesing im Kreis Husum. Diese wurde am 1. April 1934 aufgelöst, und am 1. Dezember desselben Jahres wurde Ahrenviölfeld als eigene Gemeinde aus Ahrenviöl herausgelöst. 1948 kam es zur Kirchspielslandgemeinde und wenig später zum Amt Wester-Ohrstedt, 1970 zum Amt Obere Arlau, das 1978 in Amt Viöl umbenannt wurde.

Das Gemeindegebiet liegt in einer Grundmoränenlandschaft, die sich während der Saale-Eiszeit ausgebildet hat; die Hauptentwässerungslinien sind die Arlau und die Treene. Der obere Lauf der Arlau bildet die Gemeindegrenze im Nordwesten, weiterer Wohnplatz ist die Einzelhofsiedlung Nordergeilwang. Im Gemeindegebiet liegt das Naturschutzgebiet Ahrenviölfelder Westermoor, ein Hochmoor mit Torfstichen, das diesen Status 1966 erhielt. Seit 1975 kümmert sich die Initiative Ententeich um eine Gartenlandschaft, die aus einer Mergelgrube am Dorfrand entstanden ist.

Der Ort strebt stärker zum ländlichen Zentralort Treia im Kreis Schleswig-Flensburg als nach Viöl. Die Bahnstrecke von Husum nach Jübek führt durch das Gemeindegebiet, gehalten wird hier nicht mehr; eine Wiedereröffnung des früheren Haltepunkts plante die Gemeinde ab 2018, 2019 verwarf die Landespolitik das Vorhaben. Wegen des Bahnhofs hieß der Ort im Volksmund lange Ahrenviöl-Bahnhof, und das war damals überwiegend auch die Anschrift auf Postsendungen.

Zur Blütezeit des damaligen Ortsteils eröffnete 1910 die stattliche Gaststätte Felsenburg. Von den 28 landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben, die bei der Gemeindegründung bestanden, blieben im Jahr 2000 noch zehn, dazu kommt ein Nebenerwerbsbetrieb. Erschlossen wird das Gebiet von den Kreisstraßen 69 und 79.

Verwandte Einträge

Zu den Angaben

Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Zur Eisenbahn gehen die Quellen auseinander: die frühere Nordfriesland-Datenbank nennt die Strecke ab 1853 und eine Haltestelle von 1893 bis 1968, die Wikipedia einen Bahnhof ab 1893, dessen Schließung nach dem Zweiten Weltkrieg und Personenverkehr bis 1984. Auch der Beginn der Besiedlung wird einmal mit 1847, einmal mit einem Messtischblatt von 1880 belegt. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.

Quellen

  1. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland-Datenbank, Eintrag Ahrenviölfeld (Archivfassung 2019)
  2. Wikipedia: Ahrenviölfeld
  3. Statistisches Bundesamt: Gemeindeverzeichnis, Gebietsstand 31.12.2025, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
  4. Lage: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

Weiterführende Literatur

  • Schleswig-Holstein Topographie, HN 6.1.2001.