Arlau (Fluss)
Die Arlau ist ein Fluss im Kreis Nordfriesland. Sie entspringt auf der Schleswigschen Geest und erreicht über den Beltringharder Koog das Wattenmeer, sie gehört zur Flussgebietseinheit Eider.
Von der Quelle an führt der Lauf zunächst einige Kilometer nach Süden und bildet dabei die Gemeindegrenze zwischen Behrendorf und Bondelum. Danach schwenkt er nach Westen, läuft südlich an Behrendorf und Viöl vorbei und dann zwischen Arlewatt und Ahrenshöft hindurch. Hier wechselt das Flussbett von der Bredstedt-Husumer Geest in die Marsch des Hattstedter Alten Kooges. Insgesamt entwässert die Arlau rund 228 Quadratkilometer Geest und 63 Quadratkilometer Marschgebiet. Schriftlich erwähnt wird der Name erstmals 1649 als Arle, er leitet sich wahrscheinlich von germanisch aro für Flusslauf ab.
Lange war der Fluss Grenze zwischen der königlich verwalteten Nordergoesharde und der herzoglichen Südergoesharde. Die Hattstedtermarsch entspricht der alten Mündungsbucht. Im Zuge der Bedeichungen des 15. Jahrhunderts wurde der Unterlauf begradigt und danach mehrfach verlegt. An einer der aufgegebenen Mündungen entstand in der Sturmflut von 1717 die Große Wehle im Wallsbüller Saatkoog. Im Deichkörper hatte man aus Sparsamkeit die beiden alten Mündungssiele belassen, eines königlich, eines herzoglich, und genau diese erwiesen sich als Schwachpunkte.
Deich, Schöpfwerk, Speicherbecken
Im Rahmen der Flurbereinigung der 1950er Jahre wurde die Arlau vom Geestrand bis zur damaligen Mündung bei Arlauschleuse bedeicht und dort ein leistungsfähiges Schöpfwerk gebaut. Damit endeten die fast alljährlichen Überschwemmungen der Niederung. Mit der Vordeichung des Beltringharder Kooges gab das Schöpfwerk 1987 seine Aufgabe an ein Speicherbecken ab. Heute führen Leitdämme das Wasser innerhalb des geschützten Bereichs zum Arlau-Speicherbecken am Holmer Siel, wo es durch vier Sielkammern in die Holmer Fähre an der Norderhever abläuft. Das Becken und die Schleuse schützen zugleich das tiefliegende Hinterland der Hattstedtermarsch vor eindringendem Nordseewasser.
Der moorige Untergrund der Uferwiesen birgt die Gefahr einer Bodenabsenkung. Deshalb leiten Bewässerungsschöpfwerke entlang des Flusses Wasser in die angrenzenden Gräben und halten die Marsch kontrolliert feucht. In dem dichten Grabennetz wachsen viele seltene Wasser- und Sumpfpflanzen. Zu den Vorflutern der Arlau gehören Gramsholmer Bek, Imme, Eckstockau, Ahrenhöfter Graben, Ostenau, Bredstedter Bach, Jelstrom und Grenzau.
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Zu den Angaben
Die Länge von 37 Kilometern nennt die Wikipedia. Zur Quelle gehen die Angaben auseinander: die frühere Nordfriesland-Datenbank verortet sie nahe Sollbrück zwischen Behrendorf und Bondelum, die Wikipedia südöstlich von Sollwitt am Rand des Herrenmoors. Für diese Seite gibt es keinen einzelnen Kartenpunkt, weil sie ein größeres Gebiet beschreibt.