Fresendelf
Fresendelf ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, am Westufer der Treene rund zehn Kilometer östlich von Friedrichstadt. Auf 2,60 Quadratkilometern leben 85 Einwohner (Stand Ende 2025).
Der Name Fresendelf setzt sich aus den mittelniederdeutschen Wörtern vrese für Friese und delf für Graben zusammen, bedeutet also Friesengraben. Urkundlich erscheint der Ort im 15. Jahrhundert. Flintsichel, Dolch und Flachbeil belegen, dass das Gemeindegebiet seit der Jungsteinzeit bewohnt war; Hügelgräber sowie Urnen und Scherben der Eisenzeit sprechen für eine durchgehende Siedlungsgeschichte. Im Mittelalter soll in der Nähe das untergegangene Dorf Winneringsmoor gelegen haben.
Bis 1934 gehörte Fresendelf zur Kirchspielslandgemeinde Schwabstedt, dann wurde es eine eigene Landgemeinde. Es zählt zu den kleinsten Gemeinden des Kreises. In den 1980er Jahren drohte das Dorf auszusterben, doch Mitte des Jahrzehnts kehrte sich der Trend um; gefragt sind seither Bauplätze am Hang des 47 Meter hohen Glockenbergs, deren Aussicht überzeugt. Die Wiesen in der Treeneniederung sind überwiegend an auswärtige Landwirte verpachtet, im Dorf selbst arbeiten nur noch zwei Betriebe. Einkauf, Schule und Kirche liegen im vier Kilometer entfernten Schwabstedt.
Das gesellschaftliche Leben tragen die Freiwillige Feuerwehr und ein 1990 gegründeter Ringreiterverein. Das Wappen der Gemeinde zeigt einen roten Glockenstuhl über Wellen, dazu einen Ochsenkopf und den Kopf eines Großen Brachvogels. Über die Region hinaus bekannt wurde der Ortsname 2013 durch ein gleichnamiges Lied der aus Husum stammenden Band Turbostaat.
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Zu den Angaben
Einwohnerzahl und Fläche stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes, Stichtag 31. Dezember 2025. Der Punkt auf der Karte stammt aus OpenStreetMap und zeigt die ungefähre Lage, nicht die Grenzen.
Quellen
Weiterführende Literatur
- Schleswig-Holstein Topographie, HN 20.6.2003.